Vom Gestern zum Heute

Barchfeld wird bereits im Jahre 933 – damals noch als " Barcuelda" – erstmals urkundlich erwähnt. Die Chronik des Ortes legt Zeugnis ab über Jahrhunderte deutscher Geschichte – mit allen lichten, aber auch schattigen Zeiten.

Die Geschichte der Brandbekämpfung in Barchfeld reicht bei weitem nicht so lange zurück. Sie beginnt in der Mitte des 18. Jahrhunderts und zudem mit einem Ereignis, das für die Menschen der damaligen Zeit zweifellos zu den schlechten zählte.

 

Der große Brand

 

Am 12. September 1749 wurde in unmittelbarer Nähe der Kirche eine neue Kirchenglocke gegossen. Durch diese Arbeiten entzündete sich das Kirchendach.

 

Wie berichtet wird, trugen ungünstige Windverhältnisse dazu bei, dass sich das Feuer schnell zu einem Großbrand ausweitete. Er zerstörte einen Großteil des Dorfes völlig: Die Kirche, die umliegenden Gebäude und die entlang der linken Seite des Dorfwassers (heutige Lange Gasse) fielen den Flammen zum Opfer (insgesamt 63 Häuser).

 

Die Einwohner und Löschkräfte widmeten sich der Rettung von Menschen und Tieren. Dem Brand selbst konnten sie mit ihren begrenzten Löschmöglichkeiten keinen Widerstand leisten.

 

Wiederaufbau und Errichtung von Brandgassen

 

Schon nach drei Jahren war die Kirche wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau der übrigen vernichteten Gebäude dauert noch bis 1772. Dabei wurden zwischen den Gebäuden Brandgassen errichtet. Ausgehend vom Dorfwasser zur Langen Gasse und Hotzelsgasse.

 

Die Brandgassen sollten es ermöglichen, bei einem Brand das Löschwasser auf dem kürzesten Wege zu transportieren. Teilweise sind sie auch heute noch vorhanden.

 

Die erste Feuerspritze

 

1782 wurde eine fahrbare, handbetriebene Feuerspritze angeschafft. Sie wurde gebaut von Johann Christoph Barth in Langensalza. Die Inschrift auf einer Seite lautet: Wenn die wilden Feuer Flammen schlagen unverhofft zusammen, so bin ich nebst Gott bereit, sie zu dämpfen alle Zeit.

 

Das Wasser musste in Ledereimern zur Spritze gebracht werden. Dazu bildeten die Einwohner eine Menschenkette und reichten die Eimer von Hand zu Hand. So wurden Löscharbeiten zur Aufgabe des ganzen Ortes.

 

Feuerspritze

 

(Darstellung der alten Feuerspritze aus dem Buch "Tausend Jahre Barchfeld (Werra)" von Rektor Karl Volkmar; erschienen im Selbstverlag der Gemeinde Barchfeld/Werra, 1933, Seite 108; gezeichnet vom Kunstmaler Alfred Oehring, Schmalkalden)

 

Damit im Brandfall genügend Eimer zur Verfügung standen, war es Vorschrift, dass jeder Bürger beim Gründen eines eigenen Hausstandes auch einen Ledereimer für die Feuerwehr spenden musste.

 

Nach 145 Jahre Dienst wurde die Spritze in das Heimatmuseum nach Schmalkalden gebracht. Heute kann man das "gute Stück" im Museum in Kloster Veßra bewundern.

 

Der erste schriftliche Nachweis

 

In Unterlagen der Gemeinde befindet sich eine Rechnung, sowie ein Inventar-

Verzeichnis aus dem Jahr 1840.

 

Bei dem Gemeindeinventar handelte es sich um:

 

  • Das Spritzenhaus zur Verwahrung der Spritzen
  • Ein Rettungsapperat
  • Eine Spritze zum Löschen
  • Eine Handspritze zum Löschen
  • 33 Feuereimer welche sich in den Spritzenhaus befinden
  • 5 Feuerleiter
  • 7 Feuerhaken
  • 8 Gesetzbücher
  • 1 F……bußverzeichnis
  • 1 Gemeindeverordnung

 

Die erste Brandschutzverordnung

 

Im Archivmaterial findet sich aus der Zeit um 1843 eine Verfügung des Kurfürstlichen Kreisamtes Schmalkalden. Darin wird der Ortsvorsteher von Barchfeld verpflichtet, den Brandschutz und die Verhinderung von Bränden zu organisieren.

 

Geeignete Personen wurden zu Feuerwehrführer, Feueraufseher oder Feuermelder ernannt und namentlich an das Kurfürstliche Kreisamt gemeldet. Auch Rettungs- und Löschmannschaften wurden zusammengestellt.

 

1843 meldete Bürgermeister Geishirt 162 Personen, die sich auf folgende Mannschaften aufteilten:

 

Rettungsmannschaft: 17 Personen

Löschmannschaft: 81 Personen

Spritzenmannschaft: 24 Personen

Wachmannschaft: 30 Personen

Feuermelder: 10 Personen

 

Als Feuerwehrführer und Feueraufseher wurden Männer verpflichtet, die aufgrund ihres Berufes für diese Aufgaben geeignet waren, wie z. B. Zimmermänner und Maurer. Die Feueraufseher hatten halbjährlich alle Gebäude (auch im Bau befindliche) auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Brandbestimmungen und Verordnungen zu kontrollieren.

 

Ein Brandstifter geht um

 

Im Frühjahr 1914 hielt ein Brandstifter die Einwohner Barchfelds in Aufregung.

Regelmäßig gab es kleinere Brände. In der Nacht des 2. Osterfeiertages kam es im Raum zwischen Pfarrplatz und Untere Quergasse zu einem Großbrand, dem 4 Scheunen und ein Wohnhaus zum Opfer fielen. Trotz ausgesetzter Belohnung konnte der Täter nicht ermittelt werden.

 

Artikel Brandstifter

 

(Artikel der Thüringischen Feuerwehrzeitung Nr. 9, Mai 1914; aus der Festschrift anläßlich des 75-jährigen Bestehens der FF Barchfeld und des 4. Kreisfeuerwehrverbandstages, 1997, Seite 35)

 

Der 1. Weltkrieg fordert Opfer

 

Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde die Feuerwehr durch die Einberufung der wehrpflichtigen Männer sehr geschwächt. Männliche Bürger bis zum vollendeten

60. Lebensjahr wurden verpflichtet.

 

Im Kriegsjahr 1915 beteiligten sich bei einem Brand (so die Berichte einer Tageszeitung) alle Einwohner an den Rettungs- und Löscharbeiten. Besonders erwähnt wurde der Gemeindepfarrer, der sich um die Rettung des Viehs bei der Gärtnerei Schmidt verdient machte.

 

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr

 

1922 gründeten mehrere männliche Einwohner eine Freiwillige Feuerwehr (FF), zusätzlich zur bestehenden Pflichtfeuerwehr.

 

Die vorhandenen Löschgeräte (zwei Druckspritzen und eine Leiter) wurden von beiden Wehren genutzt.

 

Alte Holzleiter

 

(Alte mechanische Holzleiter aus dem Jahre 1922, die Leiter läßt sich per Kurbel aufrichten und ausziehen. Des Weiteren ist ein seitlicher Hangausgleich per Kurbel einstellbar, Foto: privat)

 

Ein neues Technikzeitalter beginnt

 

1927 erhielt Barchfeld eine Ortswasserleitung. Damit änderten sich die Bedingungen für das Feuerwehrwesen grundsätzlich und die Löschkraft verbesserte sich erheblich.

 

Die alte Druckspritze von 1784 hatte ausgedient. Im Henneberger Heimatmuseum erhielt sie ihren "Ruhesitz" (als technisches Denkmal regionaler Feuerwehrgeschichte). An ihre Stelle trat ein neu angeschaffter Schlauchwagen mit Hydrantenstandrohr.

 

Die Freiwillige Feuerwehr setzt sich durch

 

1932 fand in Barchfeld der jährliche Kreisfeuerwehrtag (damals Kreis Schmalkalden) statt. Höhepunkt des Tages war eine Großübung im Bereich Oberer Graben und Lange Gasse. Während die FFw die gestellten Aufgaben zur vollen Zufriedenheit löste, genügte die noch bestehende Pflichtfeuerwehr den Anforderungen nicht. Sie wurde noch im gleichen Jahr aufgelöst. Die Kameraden, die sich weiterhin an der Brandbekämpfung beteiligen wollten, wurden in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen.

 

"Triumph" ist Trumpf

 

1934 erhielt die FF eine tragbare Kleinmotorspritze "TRIUMPh" Modell "F" mit einer Leistung von 600 l/min und einer Förderhöhe von 70 m. Für Motorspritze sowie Transportwagen und Zubehör wurden der Gemeinde 3.560,97 Reichsmark (RM) in Rechnung gestellt. Die Hessische Brandversicherungsanstalt zahlte von dieser Summe 1.756,00 RM mit der Begründung, dass sich durch die Anschaffung der Motorspritze die Schlagkraft der Wehr erheblich verbessert habe und bei Bränden der Schaden in Grenzen gehalten werden könne.

 

Kaufvertrag Triumpf

 

(Kaufvertrag für die tragbare Koebe-Patent-Kleinmotorspritze "TRIUMPH" Model "F" zwischen der Gemeinde Barchfeld und der Hermann Koebe Feuerwehrgeräte-Fabrik Luckenwalde; aus der Festschrift anläßlich des 75-jährigen Bestehens der FF Barchfeld und des 4. Kreisfeuerwehrverbandstages, 1997, Seite 38)

 

1936 wurde der längst zu klein gewordene Geräteschuppen auf dem Schulhof der "Alten Schule" erweitert. Neben der Motorspritze mussten zwei Handdruckspritzen, zwei Leitern und Löschgeräte untergebracht werden.

 

Mit dieser Ausrüstung war die FF in der Lage, Brände wirksam zu bekämpfen.

 

Die Schatten des Krieges

 

In den Jahren des 2. Weltkrieges wurde die Freiwillige Feuerwehr durch die Einberufung der Männer zum Kriegsdienst so geschwächt, dass nur noch 18 Kameraden zur Verfügung standen. Viel zu wenig für einen wirksamen Löscheinschatz und so wurden 63 Männer durch eine Notdienstverpflichtung zum Feuerwehrdienst herangezogen.

 

1945 - Ein Neuanfang

 

Endlich! Der Krieg war vorüber. Doch seine Schrecken, Not und Elend waren es noch nicht. Sie bestanden auch nach Kriegsende fort, hinterließen Verwundungen an Körper und Geist. Zu viele Männer (meist Familienväter) waren gefallen, zu viele verwundet und so mancher war vermisst oder noch in Kriegsgefangenschaft.

Dennoch galt es, vorwärts zu blicken und neu anzufangen.

 

Um die Bevölkerung vor Brand- und Unwetterschäden schützen zu können, musste die örtliche Verwaltung eine einsatzfähige Feuerwehr bilden. Ausgewählte Männer der Jahrgänge 1922 bis 1927 wurden schriftlich vorgeladen (unter Androhung von Strafe bei Nichterscheinen) und zum Dienst in der Feuerwehr verpflichtet. Der damalige Bürgermeister Hellmann bekannte sich zur FF, da die geforderte Sollstärke an Freiwilligen erreicht wurde.

 

Die Ausrüstung …

 

1 Motorspritze TS 8
2 Druckspritzen
2 Schlauchwagen
1 mechanische Leiter

 

… und gute Arbeit bringen Erfolg

 

Nachdem sich die Wehren technisch und ausbildungsmäßig gefestigt hatten, traten sie in kameradschaftlichen Wettstreit und riefen Wirkungsbereichs- und Kreisausscheide ins Leben.

 

In den Jahren 1960 bis 1962 belegte die Freiwillige Feuerwehr Barchfeld dreimal hintereinander den 1. Platz und gewann den Wanderpokal. Die Kameraden und nicht zuletzt Wehrleiter Walter Lesser hatten ausgezeichnete Arbeit geleistet. Intensive Vorbereitung, hoher Einsatz und Fairness im Wettkampf brachten ihnen den erhofften Sieg.

 

40-jähriges Bestehen

 

Am 13. und 14. Oktober 1962 beging die Freiwillige Feuerwehr Barchfeld ihr 40jähriges Bestehen und der ganze Ort feierte mit ihr. Mit der Festveranstaltung am 13. Oktober (mit Tanz und kulturellen Darbietungen) wurde das Jubiläumswochenende eröffnet. Am nächsten Tag fand ein großer Festumzug statt, an dem sich auch die Wehren aus den verschiedenen Wirkungsbereichen des Kreises beteiligten.

 

Bei der Großübung (ein Feuerwehrjubiläum ohne Feuerwehrübung ist nur schwer vorstellbar) zeigten die Wehren dann, was sie und die Löschgeräte können. Anlässlich des Jubiläums wurden die 28 Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Barchfeld geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Schneller, größer und noch besser

 

1963 erhielt die Barchfelder Wehr von der FF Vacha ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 15 "Mercedes Benz" mit Vorsatzpumpe. Dieses Fahrzeug ermöglichte es, schneller am Einsatzort einzutreffen. Zeitersparnis ist wertvoll, wenn schon Minuten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

 

 

LF15

(Das LF15 mit Vorsatzpumpe der FF Vacha während eines Festumzuges auf dem Marktplatz in Vacha, Foto: privat, mit freundlicher Genehmigung der FF Vacha)

 

Durch das neue Löschfahrzeug wurde jedoch das schon lange bestehende Platzproblem im alten Gerätehaus noch größer. Ein Neubau war unumgänglich.

1966 ergriffen die Mitglieder der Feuerwehr die Initiative und begannen mit dem Neubau.

 

Am 23. November 1968 wurde das neue Gerätehaus nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht. Die Mitglieder hatten sich mit dem überwiegend in Eigenleistung erbauten Haus ein Denkmal gesetzt und die räumlichen Voraussetzungen für neue Technik geschaffen. Zur Einweihung des Gerätehauses erhielten sie das neue Löschfahrzeug LF8-TS8 "Robur LO" mit STA.

 

In diesen und den folgenden Jahren entwickelte sich ein freundschaftliches Miteinander zwischen der Freiwilligen und den Betriebsfeuerwehren der Kettenfabrik und des Stilmöbelbetriebes. Sie unterstützten sich bei Übungen und Einsätzen. Auch bei den jährlichen Vergnügungsfesten im Winter wurden die Kameraden der befreundeten Wehren eingeladen.

 

Erfolgreiche Jahre

 

1969 wurde der Wehr nach eingehender Überprüfung die Leistungsstufe III und 1970 die Stufe II zuerkannt.

 

Beim jährlichen Kreisausscheid 1969 wurden die Kameraden der Wehr 1. Kreissieger in der Disziplin „Schnelligkeitsübung“.

 

Altes Gerätehaus

(Das alte Gerätehaus neben der heutigen Grundschule beherbergte die Feuerwehr von 1968 bis 1997. Heute wird es teilweise als Bibliothek und von der Grundschule genutzt. Der Schriftzug "Freiwillige Feuerwehr" wurde in Rahmen einer Fassadensanierung im Jahr 2011 entfernt. Foto: privat)

 

Das in den Jahren 1960 bis 1970 Erreichte ist ein Verdienst der gesamten Wehr. Besonders hervorzubeben sind die Kameraden August Klinzing, Theo Weber, Hans Klinzing, Hans Günther, Hans Kallenbach, Fritz Kehr, Erich Horn und Walter Lesser. Walter Lesser arbeitete mit großem Engagement als Wehrleiter. 1971 trat er die Wehrleitung an den Kameraden Siegfried Hummel ab.

 

Ab 01.07.1974 übernahm Kamerad Werner Schmidt die Leitung der Wehr.

 

Frauen engagierten sich mit Erfolg

 

Bereits 1971 war eine Frauenlöschgruppe gegründet worden. In den ersten Jahren war jedoch das Interesse an der aktiven Teilnahme gering und auch die Erfolge blieben aus.

 

Ab 1976 sollte sich das ändern. Unter Leitung des Kameraden Hans-Dieter Völkert haben sie sich intensiv auf die Kreisausscheide vorbereitet. 1979 belegten sie beim Kreisausscheid den 2. Platz.

 

Damit Traditionen nicht abreißen: „Junge Brandschutzhelfer“

 

Um auch in Zukunft eine gut ausgebildete und wirksame Feuerwehr gewährleisten zu können, widmeten sich die Kameraden auch der Ausbildung der heranwachsenden Generation.

 

Sie gründeten die Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“. Die Leitung übernahmen die Kameraden Harald Schmidt und Franz Willing.

Regelmäßig nahmen die Jugendlichen an regionalen Ausscheiden teil und konnten mehrmals gute Platzierungen erreichen.

 

Viele der damals „Jungen Brandschutzhelfer“ stärken längst die Reihen der aktiven Wehr. Unter dem Motto „Retten – Löschen –Bergen – Schützen“ tun sie Dienst für eine gute Sache.

 

1050 Jahre Barchfeld

 

In den 80er Jahren widmeten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auch der Verschönerung des Ortes. Vor allem bei der Vorbereitung der 1050 Jahrfeier im Jahr 1983 waren sie aktiv. Nicht genutzte und verfallene Gebäude wurden abgerissen und beseitigt.

 

Selbstverständlich beteiligten sich die Kameraden auch an der Gestaltung des Festumzuges am 19. Juni anlässlich der Jubiläumsfeier. Viele wirkten im Festumzug mit und andere wurden bei der Organisation, z. B. Straßensperrungen, gebraucht.

 

Auch im Wald waren die Kameraden tätig. In ihrer Freizeit beteiligten sie sich an der Aufarbeitung des durch Wind- und Schneebruch entstandenen Schadholzes. Wiederum leisteten sie einen Beitrag zum Gemeinwohl und machten sich verdient um die Erhaltung des Waldes als Ort der Erholung für alle.

 

Freiwillige und Betriebsfeuerwehren ziehen an einem Strang

 

Zwischen der Freiwilligen und den betrieblichen Feuerwehren der Kettenfabrik, der Werramöbelfabrik und dem Fleischverarbeitungsbetrieb bestanden schon lange freundschaftliche Beziehungen.

 

1985 wurde ein Vertrag über den Einsatz der vorhandenen Löschkräfte im Territorium der Gemeinde Barchfeld geschlossen. Ziel des Vertrages war es, die vorhandenen Kräfte und Mittel bei Einsätzen und Übungen einem gemeinsamen Leitungsgremium zu unterstellen. Dieses Gremium leitete der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr, Oberbrandmeister Werner Schmidt.

 

Hauptinhalt der Ausbildung war das operativ-taktische Studium der Schwerpunkte im Territorium. Die Ergebnisse wurden in gemeinsamen Übungen vertieft.

 

Ost und West rücken zusammen

 

Die im November 1989 im Osten durchgesetzten politischen Veränderungen und die Öffnung der innerdeutschen Grenze wurden auch von den Kameraden der Feuerwehr begrüßt. Unmittelbar danach knüpften die Kameraden freundschaftliche Kontakte zur Feuerwehr Ronshausen in Hessen. Die Wehren tauschten Erfahrungen aus und zu den dienstlichen Begegnungen kamen private hinzu.

 

Die Gemeinde Barchfeld nahm partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt Kastellaun im Hunsrück auf. Später wurde auch die Feuerwehr in die Partnerschaft einbezogen. Durch den Kontakt zur Feuerwehr in Kastellaun konnte sich die Barchfelder Wehr frühzeitig mit den Aufgaben und Strukturen der Feuerwehrvereine im Westen Deutschlands vertraut machen. Die Kommune musste erkennen, dass die Verantwortung für den Brandschutz ebenso wie für Hilfeleistung und Umweltschutz bei den Gemeinden liegt.

 

Nach der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes

 

Mit der politischen Wende trat auch die Wende in der Feuerwehrarbeit ein. Mit den bei den Partnerfeuerwehren gesammelten Erfahrung und deren aktiver Mithilfe können getreu nach unserem Motto „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“ die genannten Aufgaben pflichtbewusst erfüllt werden.

 

Durch die sprunghafte Mobilisierung unserer Bevölkerung und die sich daraus ergebende negative Bilanz, wie z. B. Zunahme von schweren Verkehrsunfällen, stehen unsere Kameraden vor großen physischen und psychischen Herausforderungen. Neue Ausrüstung musste entsprechend der neuen Aufgaben angeschafft werden. So wurde unter anderem ein hydraulischer Rettungssatz zur Bergung von Unfallopfern angeschafft. Der von der Partnerstadt Kastellaun kostenlos übergebene VW-Bus wurde mit dem Rettungssatz ausgerüstet und leistet der FF bis zur Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges gute Dienste.

 

FF Kastellaun Fahrzeuge 1971

(Einsatzfahrzeuge der Partnerfeuerwehr Kastellaun vor dem im Jahr 1970 bezogenen Gerätehaus im Spesenrother Weg 7, v.l.n.r:

Der später an die Barchfelder Wehr übergebenen VW Bus, der Unfallhilfswagen Ford FK 1250 aus dem Jahr 1963, das TLF 16/25 Mercedes Benz aus dem Jahr 1964, das TSF Ford FK 1250 aus dem Jahr 1959 und die Anhängeleiter AL 18 aus dem Jahr 1971,

Foto: privat, mit freundlicher Genehmigung der FF Kastellaun)

 

Feuerwehrverein ist wieder aktuell

 

Der Feuerwehrverein Barchfeld/Werra e.V. wurde in einer Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr vom 2. März 1991 gegründet. Als Vorsitzender wurde Kamerad Werner Schmidt gewählt.

 

Der Verein machte es sich u.a. zur Aufgabe, das Feuerwehrwesen in Barchfeld zu fördern und für den Brandschutzgedanken zu werben. Des Weiteren stand stets die Verbundenheit der Kameraden außerhalb des Feuerwehrdienstes im Mittelpunkt. Damit bestand auch für Nicht-Feuerwehrangehörige die Möglichkeit, am Feuerwehrwesen in Barchfeld teilzuhaben.

 

Da die drei ortsansässigen Betriebsfeuerwehren aufgelöst wurden, fanden diese Kameraden in der Freiwilligen Feuerwehr und dem Feuerwehrverein die Möglichkeit, ihren Interessen weiterhin nachzugehen. Die Mitglieder setzen sich mittlerweile aus den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr, den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung und interessierten Bürgern zusammen.

 

70 Jahre Freiwillige Feuerwehr

 

Dieses Jubiläum wurde in der Zeit vom 17.07.1992 – 19.07.1992 auf der „Sömmiger Höhe“ in Barchfeld durchgeführt.

 

Das Fest begann am Freitag mit einer Festsitzung. Samstagmorgen zeigten die Jugendfeuerwehren ihr Können, am Nachmittag wurde eine Schauübung durchgeführt, wobei an einen simulierten Verkehrsunfall der Rettungssatz (FF Bad Liebenstein) zum Einsatz gebracht wurde.

 

Der große Festumzug durch Barchfeld war am Sonntag der Höhepunkt des Festes.

 

Vom Jungen Brandschutzhelfer zur Jugendfeuerwehr

 

Am 17. 07.1992 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Der Kamerad Franz Willing übernahm die Betreuung der 17 künftigen Feuerwehrmänner. Die jungen Kameraden Andy Willing und Swen Scharfenberg unterstützten ihn dabei.

 

Die Jugendfeuerwehr von Kastellaun und Barchfeld unterzeichneten am 28.08.1993 einen Patenschaftsvertrag.

 

Im Juni 1993 legten 7 Mitglieder des Feuerwehr Nachwuchses, als eine der ersten im Bundesland Thüringen, die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr mit Erfolg ab.

 

Vom 22. – 24. Juli 1994 war die Jugendfeuerwehr Kastellaun in Barchfeld zu Gast. Dabei wurden die Beziehungen zwischen den Jugendlichen vertieft.

 

Einsatz über die Ortsgrenzen hinaus

 

Im Frühjahr 1994 wurden vom Landratsamt Bad Salzungen ein GWG II (Gerätewagen Gefahrgut) in Dienst gestellt, der durch die Kameraden von Immelborn und Barchfeld besetzt wird. Der GWG II wird bei Havarien im gesamten Kreisgebiet eingesetzt. Hierzu werden regelmäßig Schulungen durchgeführt, damit das Spezialfahrzeug durch sachkundige Kameraden besetzt werden kann.

 

Das gute kameradschaftliche Verhältnis zwischen den Kameraden aus Immelborn und Barchfeld hat sich in den letzten Jahren weiter gefestigt.

 

Tag der offenen Tür mit neuem Löschfahrzeug

 

Es ist schon Tradition, dass die Freiwillige Feuerwehr einmal im Jahr den „Tag der offenen Tür“ veranstaltet. Doch am 20.08.1994 war es ein besonderer Tag. Bürgermeister Franz Römhild hatte die Ehre, der Wehr ein fabrikneues Löschfahrzeug vom Typ IVECO LF 8/6 im Wert von 310.000 DM zu übergeben. Das Land Thüringen gab einen Zuschuss von 122.000 DM. An der Übergabe nahmen neben den Kameraden der FF auch die benachbarten Feuerwehren und Einwohner des Ortes teil.

 

Lf8-6

 

(Mit dem LF8/6 wurden seit seiner Indienststellung im Jahre 1994 zahlreiche Einsätze der Wehr über das gesamte Einsatzspektrum des Feuerwehrdienstes erfolgreich gemeistert, Foto: privat)

 

Ein neues modernes Löschfahrzeug stellt auch höhere Anforderungen an die Mannschaft, die nur durch ständige Weiterbildung zu erfüllen sind. Neben den im 14-tägigen Rhythmus durchgeführten allgemeinen Schulungen der aktiven Kameraden wurden Speziallehrgänge, wie Sprechfunkausbildung, Gefahrgut und technische Hilfeleistung, Atemschutzgeräteträger und Erste Hilfe besucht.

 

Gesetze und DIN-Vorschriften erfordern den Neubau eines Gerätehauses

 

Das unter großen Mühen und in Eigeninitiative der Kameraden gebaute und 1968 eingeweihte Gerätehaus entspricht mittlerweile nicht mehr den Vorschriften. Das 1992 von der Thüringer Landesregierung verabschiedete Gesetz über Brand- und Katastrophenschutz schreibt, in der zum Gesetz gehörenden „Thüringer Feuerwehr Organisationsverordnung“, die Gemeinde als Hauptkostenträger und eine Mindestausstattung an Feuerwehrgerät vor. Die Gemeinde entschloss sich daher, ein Gebäude am Oberen Bahndamm durch Um- und Anbau zum vorschriftsmäßigen Gerätehaus umzugestalten.

 

Am 22.11.1996 konnte Richtfest gefeiert werden. Planmäßig wurde es zum 75-jährigen Jubiläum der Wehr 1997 bezogen.

 

Neues Feuerwehrgerätehaus

 

(Das neue Feuerwehrgerätehaus am Oberen Bahndamm, Foto: privat)

 

Die Bedingungen für Kameraden und Technik sind optimal und lassen keine Wünsche offen. Neben getrennten Schulungs- und Umkleideräumen für die Einsatzabteilung und die Jugendfeuerwehr, wurden auch die Sanitärbereiche dem Stand der Technik entsprechend neu eingerichtet. Für die Fahrzeug- und Gerätetechnik stehen 6 Garagen mit einer Absaugvorrichtung für die Motorabgase zur Verfügung.

 

Fuhrpark der Feuerwehr wird weiter vergrößert

 

Im Jahr 1996 erwarb die Gemeinde Barchfeld aus dem damaligen Katastrophenschutzzug des Landkreises ein gebrauchtes Transportfahrzeug vom Typ Ifa L60. Das Fahrzeug wurde für die Anforderungen der Feuerwehr aufbereitet und in Dienst gestellt. Seit dem übernimmt es wichtige Transportaufgaben im Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzdienst der Feuerwehr sowie bei Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr.

 

Ifa L60

 

(Das von der Gemeinde Barchfeld 1996 in Dienst gestellte Ifa L60, Foto: privat)

 

Positive Entwicklung im Verein

 

Seit Gründung des Feuerwehrvereins 1991 mit 58 Mitgliedern, erhöhte sich die Zahl auf 100 Mitglieder in Jahr 1996. Die positive Entwicklung des Vereins ist geprägt durch geselliges Zusammensein, wie Wintervergnügen, Wurstessen, Wandertage, Tag der offenen Tür, Besuch Veranstaltungen anderer Vereine und Feuerwehren sowie Weihnachtsfeiern. Des Weiteren haben sich sportliche Aktivitäten wie das Pokalkegeln und das Preisschießen fest im Veranstaltungskalender etabliert.

 

Ob Unfall, Feuer, Wasser oder Sturm – die Feuerwehr kommt immer

 

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Einsatzentwicklung in den Jahren nach der Wiedervereinigung:

 

Jahr Brandeinsätze Technische Hilfeleistung
1991 9 2
1992 2 6
1993 6 7
1994 6 13
1995 2 16
1996 4 13


Die Aufstellung zeigt, dass bei den Aufgaben der Feuerwehr immer mehr die Technische Hilfeleistung in den Vordergrund rückte und die ureigentliche Aufgabe, die Brandbekämpfung, nicht mehr die Hauptaufgabe darstellt.

 

Der Feuerwehrmann von heute muss neben Idealismus und Verantwortungsbe-

wußtsein auch auf ein fundiertes und breit angelegtes Fachwissen zurückgreifen können. Nur so kann er die Aufgaben, die ein moderner Industriestaat stellt, erfüllen.

 

80-jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr

 

Im Jahre 2002 feierte die Wehr ihr 80-jähriges Bestehen in der Mehrzweckhalle. Neben den lokalen Vertretern aus Politik und Wirtschaft, konnten auch zahlreiche befreundete Wehren zum Festkommers begrüßt werden. Mit dabei waren auch Kameraden der Partnerwehr aus Kastellaun sowie aus Wien-Breitenlee. Bei herrlichem Wetter konnte sich die Wehr mit einem Festkommers, einer Einsatzübung, dem Festumzug sowie einem bunten Rahmenprogramm der Bevölkerung und den zahlreichen aus nah und fern angereisten Zuschauern präsentieren.

 

Schauübung zum Feuerwehrfest in Bairoda

 

An einer Schauübung des Gefahrgutzuges nahmen die Barchfelder und Immelbörner Kameraden am 22. August 2004 anläßlich des Feuerwehrfestes in Bairoda teil. Umringt von zahlreichen Zuschauern galt es, auslaufende Chemikalien-Lösung aus der Ladung eines Traktors fachgerecht zu entsorgen. Die Kameraden aus Bairoda unterstützten den Einsatz ebenfalls.

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Übung gab es als Überraschung für die Einsatzkräfte ein großes Blech selbst gebackenen Bairodaer Kuchens. Mit gestärkten Kräften ging es dann bei den anschließenden Gaudiwettkämpfen bei u.a. Torwandschießen, Schlauchentknoten und Schlauchziehen munter weiter.

 

Tag der offenen Tür mit Besuch aus Kastellaun

 

Der "Tag der offenen Tür" am 12. Juni 2004 war für die jüngsten Barchfelder Feuerwehrleute von besonderer Bedeutung. Zusammen mit der angereisten Jugendfeuerwehr aus der Partnergemeinde Kastellaun veranstalteten Sie eine Schauübung am Gerätehaus. Es galt eine vermißte Person zu suchen und einen Dachstuhlbrand zu löschen. Die Übung wurde von beiden Seiten mit Bravour gemeistert.

 

Umrahmt wurde der Tag von einer großen Technikausstellung vor dem Gerätehaus, bei der verschiedenste Einsatzszenarien mit der vorhandenen Technik dargestellt wurden. Bei schönstem Wetter fanden sich eine Vielzahl von Besuchern und Gästen ein.

 

Patenschaftstag in der Werratalkaserne

 

Am 25. Februar 2005 luden der Bad Salzunger Bürgermeisters Manfred Seidler, die Bürgermeister der Patengemeinden der Einheiten der Werratalkaserne sowie der Standortältesten zum Patenschaftstag in die Werratalkaserne ein.  Dieser Einladung folgten auch Vertreter der Barchfelder Feuerwehr und des Feuerwehrvereins.

 

Neben den Grußworten von Manfred Seidler berichtete Oberstleutnant Helmut Eberhardt, Kommandeur des Panzerbataillons 393, über Erfahrungen der Bad Salzunger Soldaten aus ihren Einsätzen in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und in Afghanistan. Im Rahmen des anschließenden Empfangs fanden sich zahlreiche Gelegenheiten, mit den Soldaten ins Gespräch zu kommen.

 

Seit Oktober 1996 pflegt unsere Gemeinde patenschaftliche Beziehungen zur 2. Kompanie des Panzerbatallions 393. Die Soldaten nehmen im Rahmen dieser Patenschaft auch regelmäßig an Veranstaltungen der Gemeinde und der Barchfelder Vereine teil.

 

Radfahrerlegende Henno Leder in Aktion

 

Das 2. Barchfelder Rundrennen vom SRC 92 Bad Salzungen fand am 22. April 2006 bei bestem Wetter im Barchfelder Gewerbegebiet "Vorwerk" statt. An diesem Rennen nahmen 270 Radrennfahrer aus ganz Deutschland in verschiedenen Kategorien teil.

 

Henno Leder, Tiefenorter Radfahrerlegende, absolvierte dabei sein 1000. Rennen. Er trat in der Seniorenklasse 2, 3 und 4 an und belegte am Ende bei 25 Rennteilnehmern den 17. Platz. Als Auszeichnung erhielt der 70-Jährige im Anschluss die Ehrennadel des Thüringer Radsport-Verbandes.

 

Die Barchfelder Wehr übernahm für den SRC 92 die Absicherung des Rennens gegen den übrigen Straßenverkehr, so dass die Rennfahrer ihre Wettkämpfe sicher austragen konnten. Des Weiteren sorgten die Kameradinnen und Kameraden für die Mittagsverpflegung der Sportler und Besucher mit einer herzhaften Erbsensuppe aus der Gulaschkanone.

 

Festveranstaltung des Feuerwehrvereins

 

Am 7. Oktober 2006 lud der Vorstand die Vereinsmitglieder zu einer Festveranstaltung in das Gerätehaus ein. Anlaß war das 15-jährige Bestehen des Vereins. Der Zustrom zu dieser Veranstaltung war gewaltig, so dass die bereitgestellten Stühle bis auf den letzten Platz gefüllt waren. In seiner Eröffnungsrede reflektierte der Vorsitzende Kamerad René Emmrich vordergründig die letzten 15 Jahre, blickte aber auch auf die Anfänge und die Entwicklung des Feuerwehrwesens in der Gemeinde zurück. Es folgten Grußworte der zahlreichen Gäste und Sponsoren. Nach einem gemeinsamen Abendessen fand die Veranstaltung einen gemütlichen Abschluss.

 

Führungswechsel in der Wehr

 

In der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 2007 standen Neuwahlen in der Wehrführung und im Vereinsvorstand an. Für die Wahl zum Ortsbrandmeister trat Kamerad Udo Willing nach 16-jähriger Tätigkeit in dieser Position nicht wieder an. Als sein Nachfolger wurde von der Versammlung Kamerad Swen Scharfenberg gewählt. Beim Vereinsvorsitz wurde Kamerad René Emmrich in seinem Amt bestätigt.

 

Als Gäste wohnten der Bürgermeister Franz Römhild, der Kreisbrandmeister Peter Roth, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Wartburgkreis, Kreisteil Bad Salzungen e.V. Kamerad Erik Thürmer  sowie Kameraden der Freiwiligen Feuerwehr Immelborn der Versammlung bei.

 

Stürmischer Jahresauftakt

 

Zahlreiche Einsätze in kürzester Zeitfolge bescherte der Wehr vom 18. bis 19. Januar 2007 der Orkan Kyrill, der nicht nur in Barchfeld zahlreiche Sachschäden verursachte, sondern auch in vielen Teilen des Wartburgkreises, Deutschlands und Europas das öffentliche Leben beeinträchtigte.

 

In Barchfeld begannen die Einsätze um 13:47 Uhr mit einem auf die Fahrbahn gestürzten Baum zwischen Barchfeld und Marienthal. Eine kurzzeitige Vollsperrung der Straße war die Folge, um den Baum sowie entstandene Verschmutzungen auf dem Straßenbelag zu beseitgen. Zu weiteren Schäden kam es in der Ortslage bis tief in die Nacht durch herabgefallene Dachziegeln, abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume und Container.

 

Die Einsatzkräfte waren zeitweise an mehreren Stellen im Ort gleichzeitig mit der Schadensbekämpfung beschäftigt. Zwischen den Einsätzen blieben Sie im Gerätehaus in Bereitschaft. Dort wurde auch kurzerhand ein Verpflegungsstützpunkt eingerichtet, so dass sich die Kameradinnen und Kameraden zwischendurch stärken konnten. Über Radio und Fernsehen wurde dabei die aktuelle Entwicklung des Orkans mitverfolgt.

 

 

1075 Jahrfeier der Gemeinde Barchfeld

 

Vom 6. bis 15. Juni 2008 fand in Barchfeld die Festwoche anläßlich der 1075 -Jahrfeier statt. In die lange Vorbereitung der Jahrfeier waren die Wehr und die Vereinsmitglieder aktiv eingebunden, galt es doch eine Vielzahl von Veranstaltungen abzusichern und zu unterstützen.

 

Im historischen Festumzug beteiligten sich die Kameradinnen und Kameraden bei der Darstellung des Bildes "Der große Brand von 1749". In wochenlanger Vorbereitung wurde an den dafür benötigten Requisiten im Gerätehaus gearbeitet.

 

Ein Blickfang im Festumzug war auch die alte Feuerspritze von 1782, die eigens für die Jahrfeier aus dem Museum in Kloster Veßra in ihren alten Wirkungskreis zurück geholt und auf einem historischen Traktorgespann der Bevölkerung präsentiert wurde.

 

Besonders stolz waren die Barchfelder Kameradinnen und Kameraden auf die Teilnahme ihrer befreundeten Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr aus Wien-Breitenlee. In einem gemeinsamen Marschblock präsentierten sich die beiden Wehren der Bevölkerung.

 

Der guten Vorbereitung und der engen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Vereinen, den Gewerbetreibenden und den zahllosen Helferinnen und Helfern aus der Bevölkerung ist es zu verdanken, dass diese Jahrfeier ein gelungenes Fest für die Barchfelder und ihre Gäste wurde.

 

Großübung im "Vorwerk"

 

Samstag 22. August 2009, 9:10 Uhr: Die Sirenen in Barchfeld heulen los und die Feuerwehrleute eilen zum Gerätehaus. Alle Fahrzeuge werden besetzt, denn es geht zu einem Brand in einem Sprühturm der ortsansässigen Firma Sulzer Metco Woka.

 

Nach erster Lageeinschätzung vor Ort wird durch die Einsatzleitung die Nachalarmierung der Feuerwehren Immelborn und Bad Liebenstein sowie der schnellen Einsatzgruppe des DRK Immelborn veranlaßt. Von der Belegschaft wurden zwei Personen vermißt, so dass umgehend mit der Personensuche unter schwerem Atemschutz begonnen wurde. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mußte die Wasserversorgung über eine lange Wegestrecke von einem Löschteich aufgebaut werden. Dadurch konnte ausreichend Löschwasser zur Absicherung des Werkskomplexes zur Verfügung gestellt werden.

 

Die erste Person wurde vom Angriffstrupp nach ca. 25 Minuten an das DRK übergeben. Die zweite Person wurde im Anschluss über Leitern aus dem zweiten Obergeschoß des Sprühturms gerettet.

 

Nach dem Löschen des simulierten Feuers, wurde die Übung beendet. Kreisbrandmeister, Ortsbrandmeister sowie die Geschäftsführung des Betriebes zogen eine positive Bilanz der Übung, die für alle Beteiligten lehrreich war. Auf der einen Seite konnten die Einsatzkräfte ihr Zusammenwirken im Einsatz sowie ihre Ortskenntnisse in den Betrieben verbessern. Auf der anderen Seite erkennen die Betriebe, wo Schwachstellen bei der innerbetrieblichen Notfallorganisation vorhanden sind. Sie haben so die Möglichkeit, firmeninterne Abläufe zu verbessern. An dieser Übung nahmen ca. 50 Einsatzkräfte teil.

 

Verein lädt ein zum Platzkonzert

 

Im August 2009 lud der Verein die Barchfelder zu einem Platzkonzert in den Sängerpark ein. Es spielte die Blaßkapelle der Breitunger Feuerwehr auf.

 

Bei wunderschönem Wetter verbrachten die zahlreichen Besucher einen gemühtlichen Nachmittag mit unterhaltsamer Blaßmusik im Sängerpark, der sich für solche Veranstaltungen bestens eignet. In der Pause gab es Auftritte der Musikschule Fröhlich und der Bambini-Tanzgruppe des Bärfelser Karnevalclubs.

 

Gut besuchtes Platzkonzert im Sängerpark

(Gut besuchtes Platzkonzert im Sängerpark Foto: privat)

 

Für die Verpflegung der Gäste hatten die Kameradinnen und Kameraden mit Bratwurststand und Kuchenbuffett gut vorgesorgt.

 

Technische Ausstattung der Wehr wächst

 

Um die Ausbildung und die Einsatzarbeit der Wehr weiter zu verbessern, unterstützte der Feuerwehrverein im Jahr 2010 die Wehr durch die Anschaffung zusätzlicher Ausrüstungsgegenstände.

 

So wurden z.B. Bewegungslosmelder angeschafft, die im Notfall des Auffinden eines verunglückten Atemschutzgeräteträgers durch optische und akustische Signale erleichtern. Diese wurden zum "Tag der offenen Tür" der Freiwilligen Feuerwehr am 14. August 2010 im Sängerpark feierlich übergeben.

 

Ebenfalls steht der Wehr nun eine Rettungsplattform zum Einsatz bei Lkw-Unfällen zur Verfügung.

 

Messebesuch in Leipzig

 

Der Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes zur Feuerwehrfachmesse Interschutz 2010 am 5. Juni in Leipzig folgten auch vier Barchfelder Floriansjünger. Die mitreisenden Kameraden kamen aus Feuerwehren des Altkreises Bad Salzungen. Mit zwei Bussen brach man zu früher Stunde auf, um ausreichend Besichtigungszeit vor Ort zur Verfügung zu haben.

 

Auf der Messe bot sich ausreichend Gelegenheit alle Facetten des Feuerwehr- und Rettungswesens an den einzelnen Messeständen zu besichtigen. Alle namenhaften internationalen Hersteller waren dabei vertreten, die für Fragen der Besucher stets ein offenes Ohr hatten. Im Außenbereich boten sich bei Vorführungen und einer Technikaustellung ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, moderne Lösch- und Rettungstechnik hautnah zu bestaunen. So zum Beispiel ein Teleskoprettungsbühne mit einer Arbeitshöhe von 81 bis zu 112m, oder Großflughafenlöschfahrzeuge, sprich Technik, die man sonst nur in Film und Fernsehen sehen kann.

 

So konnten die Teilnehmer viele Eindrücke mit nach Hause nehmen. Eine Schrecksekunde ereilte die Mitfahrer des ersten Busses, der kurz vor Bad Liebenstein im Radkastenbereich Feuer fing und dadurch der Liebensteiner Feuerwehr einen abendlichen Löscheinsatz verschaffte. Glücklicherweise wurde durch den Brand kein Kamerad verletzt.

 

Barchfelder Wehr und Feuerwehrverein nun auch im Internet

 

Seit März 2011 sind die Barchfelder Feuerwehr und der Feuerwehrverein nun auch mit einer eigenen Internetseite im World Wide Web präsent. Gemeinsam mit dem Förderverein für regionale Entwicklung e.V. wurde die Internetseite im Rahmen eines geförderten "Azubi-Projektes" nach unseren Vorgaben geplant und umgesetzt.

 

Startseite des Internetauftritts der Barchfelder Wehr und des Feuerwehrvereins

(Startseite des Internetauftritts der Barchfelder Wehr und des Feuerwehrvereins, Foto: privat)

 

Barchfelder Kameraden bei Orientierungsfahrt auf Platz 2

 

Bei der Orientierungsfahrt des Kreisbrandabschnitt 1 am 14. Mai 2011 in Bairoda belegten die Barchfelder Kameraden mit nur einem halben Punkt Rückstand hinter der FF Schweina und noch vor der FF Bad Liebenstein den 2. Platz. Insgesamt nahmen 6 Wehren an diesem Wettkampf teil. Aufgrund der guten Mannschaftsergebnisse sprach Kreisbrandmeister Peter Roth von einem "... beachtenswerten Ausbildungsstand der Feuerwehren".

 

Feierstunde zum 20-jährigen Bestehens des Feuerwehrvereins

 

Anläßlich seines 20-jährigen Bestehens veranstaltete der Verein am 2. Juli 2011 eine Feierstunde im Gerätehaus. Als Gäste konnten begrüßt werden: die ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Manfred Seidler, Bernd Kranz und Franz Römhild, der amtierende Bürgermeister Ralph Groß, Pfarrer Michael Stahl, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Wartburgkreis, Kreisteil Bad Salzungen e.V., Erik Thürmer, sowie Christel und Lutz Reukauf von der Rhönbrauerei aus Kaltennordheim.

 

In seiner Festrede reflektierte der Vorsitzende René Emmrich die Entwicklung und die wesentlichen Aktivitäten des Vereins seit der Gründung. Es folgten die Grußworte der Gäste.

 

Für vorbildliche Verbandsarbeit erhielten die Kameraden Kurt Heß und René Emmrich vom Verbandsvorsitzenden die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes.

 

Nach einem gemeinsamen Abendessen verbrachten die Kameradinnen und Kameraden noch gemühtliche Stunden mit ihren Gästen im Gerätehaus.

 

Barchfelder Feuerwehrtechnik ist gefragt

 

Im Rahmen von zwei Ausstellungen zählte Barchfelder Feuerwehrtechnik mit zu den Exponaten, die den Besuchern präsentiert werden konnten.

 

Am 31. Juli 2011 fand in der Bad Salzunger Werner-Seelenbinder-Halle eine Modellbauausstellung statt, die im Außenbereich von einer Ausstellung neuer und historischer Blaulichtfahrzeuge begleitet wurde. Die Barchfelder Wehr stellte dafür ihren Ifa L60 zur Verfügung.

 

Des Weiteren konnte zum "Tag der offenen Tür" der FF Bad Liebenstein am 20. August 2011 historische Feuerwehrtechnik bewundert werden. Hier präsentierte unsere Wehr ihre mechanische Holzleiter aus dem Jahre 1922 sowie den Ifa L60. Bei der durchgeführten Bewertung der ausgestellten Technik erreichte die Barchfelder Holzleiter in ihrer Kategorie den 1. Platz.

 

Urkunde BaLi

 

(Urkunde über die Teilnahme an der 1. Historischen Technikausstellung am 20. August 2011 zum "Tag der offenen Tür" der FF Bad Liebenstein, Foto: privat)

 

Jugendfeuerwehr vorne mit dabei

 

Im Jahr 2011 feierte die Jugendfeuerwehr ebenfalls Erfolge.

 

Vom 17. bis 19. Juni 2011 fand in Buttlar das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr statt. Die Barchfelder Jugendfeuerwehr nahm mit zwei Mädchen und sieben Jungen daran teil. Beim Auf- und Abbau des Zeltes wurden Sie von Kameraden der Wehr unterstützt.

 

Spannend ging es bei der Nachtwanderung zu. Im Rahmen von kleinen Wissensprüfungen erreichten die Barchfelder den 2. Platz.

 

Bei der Erarbeitung und Präsentation einer Projektarbeit belegte unsere Jugendfeuerwehr den 10. Platz.

 

Zur 3. Sternfahrt der Kreisjugendfeuerwehr Wartburgkreis am 27. August in Motzlar wetteiferten zehn Jugendfeuerwehren um die Podiumsplätze.

 

Die Aufgaben waren dabei durchaus anspruchsvoll: Von der richtigen Betreuung einer hilflosen Person, über die stabile Seitenlage, das Binden eines Rettungsknoten, das Einnorden einer Landkarte und das Bedienen eines Feuerlöschers war ein breit gefächertes Spektrum abzuarbeiten.

 

Die Barchfelder Mannschaft bestehend aus zwei Mädchen und sechs Jungen erreichte bei dieser Sternfahrt den 6. Platz.

 

Feuerwehr stark am Tau

 

Zum "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober 2011 fanden in Barchfeld im Rahmen eines Vereinsfestes diverse Veranstaltungen in und um die Mehrzweckhalle statt. Die Feuerwehr sicherte dabei die Mittagsverpflegung der Besucher und Gäste mit einem deftigen Kesselgulasch, Rotkraut und Klößen aus der Gulaschkanone ab.

 

Beim Tauziehwettbewerb, der von der Schützengesellschaft Barchfeld 1886 e.V. ausgerichtet wurde, errang die Mannschaft der Feuerwehr den 2. Platz.

 

Alterskameraden treffen sich

 

Zu einem Kameradschaftsabend fanden sich die Barchfelder Alters- und Ehrenkameraden am 25. November 2011 im "Kleinen Bellevue" ein. Zahlreiche Mitglieder folgten mit Ihren Lebenspartnern der Einladung. In gemühtlicher Runde konnte bei Speis und Trank gefachsimpelt und die ein oder andere heitere Anekdote aus dem Feuerwehralltag zum Besten gegeben werden. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war ein Überaschungsauftritt der "Drei Gebrüder Dick von der Feuerwehrmusik", der mit langem Applaus bedacht wurde.

 

Jahresauftakt mit neuen Kameraden

 

Am 7. Januar 2012 fanden sich die Mitglieder der Feuerwehr und des Feuerwehrvereins zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gerätehaus ein. In ihren Rechsnschaftsberichten zogen der Ortsbrandmeister, der Jugendwart und der Vereinsvorsitzende Bilanz über das abgelaufene Jahr. Grußworte gab es vom Bürgermeister Ralph Groß, Kreisbrandmeister Peter Roth, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Wartburgkreis Erik Thürmer sowie den anwesenden Kameraden der Feuerwehr Immelborn.

 

Mit traditionellem Handschlag vom Bürgermeister wurden drei neue Kameraden in die Reihen der Einsatzabteilung übernommen.

 

15 Jahre Osterfeuer

 

Ein Fackelzug vom Gerätehaus zum Freigelände neben dem Sportplatz bildete am 5. April 2012 den Auftakt zum diesjährigen Osterfeuer. Bereits zum 15. Mal veranstaltete der Feuerwehrverein diese bei der Bevölkerung beliebte Veranstaltung. Trotz kühler Witterung zog das Feuer ca. 300 Besucher aus Barchfeld und der näheren Umgebung in seinen wärmenden Bann.

 

Für die Verpflegung der Besucher hatten die Kameradinnen und Kameraden mit einem Bratwurst- und einem Getränkestand vorgesorgt.

 

Traditionell übergab ein Barchfelder Feuerwehrkamerad ein Paar seiner "Bärfelser Säcke" den lodernden Flammen.

 

Feuerwehr beim Kindertag mit dabei

 

Zum Kindertag am 1. Juni waren Mitglieder der Barchfelder Wehr gleich zweimal unterstützend im Ort tätig, um zum guten Gelingen dieses Tages beizutragen. Im Kindergarten der Gemeinde sorgte das Löschfahrzeug für freudige Augen bei den Kleinsten und lud zur erlebnisreichen Rundfahrt ein. Auf dem Schulhof der Grundschule konnten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem bei Zielspritzen, Schlauchausrollen und im Feuerwehrstiefelweitwurf miteinander messen.

 

Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr

 

Vom 23. bis 24. Juni 2012 feierten die Barchfelder Floriansjünger zwei Jubiläen: 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 20 Jahre Jugendfeuerwehr.

 

Den Auftakt bildete ein Familiennachmittag in und um die Mehrzweckhalle. Im Innenbereich der Halle begeisterten Auftritte des kommunalen Kinergartens und der Kindertanzgruppe "Bambinis" des Barchfelder Karnevalklubs die Besucher. Im Außenbereich konnten Besucher einen Kampfpanzer Leopard II besichtigen, den die Patenkompanie zur Verfügung stellte. Des Weiteren sorgte eine Technikausstellung des THW für interessante Einblicke in die Hilfeleistungstechnik. So wurde unter anderem die Bergung von Verschütteten simuliert, bei der mit Hilfe einer kleinen Druckluftflasche und eines Hebekissens der ca. 55 Tonnen schwere Kampfpanzer vom Boden angehoben wurde.

 

Höhepunkt am Nachmittag war eine ostalgische Schauübung verschiedener Wehren, bei der mit Original DDR-Feuerwehrfahrzeugen eine Personenrettung aus einem brennenden Haus vorgetragen wurde. Mit dabei waren u.a. der zuständige Abschnittsbevollmächtigte (ABV), ein LF8 TS8 (Robur LO), ein TLF16/25 (IFA W50 LA), ein Ausrückedienstwagen - ADW (Wartburg 353) und ein Krankenwagen des Deutschen Roten Kreuzes der DDR (Barkas B1000). Durch die originalgetreuen Einsatzbekleidungen und das entsprechende Auftreten der Beteiligten fühlte man sich glatt in vergangene Zeiten zurückversetzt.

 

Zum anschließenden Festkommers wurde durch den Ortsbrandmeister und den Jugendfeuerwehrwart Rückblick auf die Geschichte der FF und der Jugendfeuerwehr gehalten. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden erhielten Auszeichnungen und Beförderungen. Zu den Gratulanten gehörten u.a. der Bürgermeister Ralph Groß, das MdL Gustav Bergemann, Vertreter der Polizeiinspektion Bad Salzungen, Vertreter der örtlichen Vereine, Vertreter benachbarter Feuerwehren und Christel Reukauf von der Rhönbrauerei Kaltennordheim. Besondere Freude bereitete den Barchfelder Kameradinnen und Kameraden der Besuch ihrer beiden Partnerfeuerwehren aus Kastellaun/Hunsrück und Wien-Breitenlee/Österreich.

 

Eine Sirene zieht um

 

Im November 2012 wurde die Sirene auf dem Mehrfamilienhaus im Scheerstädter Weg 17 aufgrund eines Wechsels des Hauseigentümers abgebaut. Ihr neuer Standort befindet sich nun auf dem Dach der Mehrzweckhalle, Am Sportplatz 4.

 

Jugendfeuerwehr mit neuer Führung

 

Zu einem Führungswechsel kam es Anfang des Jahres 2013 in der Barchfelder Jugendfeuerwehr. Andy Willing, langjähriger Jugendfeuerwehrwart der Gemeinde, übergab das Amt an seinen Nachfolger Jan Kaiser. In einer Sitzung des Gemeinderates wurde Jan Kaiser offiziell durch den Bürgermeister als Jugendfeuerwehrwart ernannt.

 

Patenjugendfeuerwehr aus Kastellaun zu Besuch in Barchfeld

 

Vom 17. - 20. Mai 2013 weilten Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Kastellaun/Hunsrück bei ihrer Partnerjugendfeuerwehr in Barchfeld.

 

Die insgesamt 22 Kastellauner Jugendlichen und Ihre Betreuer wurden von den Barchfelder Kameradinnen und Kameraden herzlich begrüßt. Im Feuerwehrgerätehaus bezogen beide Jugendfeuerwehren ihr gemeinsames Quartier.

 

Von dort aus starteten sieauch gemeinsame Ausflüge, so z.B. in das Erlebnisbergwerk in Merkers, zum Altensteiner Park und zur Berufsfeuerwehr in Erfurt. Bei einem Crosslauf durch die Barchfelder Flur konnten die gemischten Mannschaften ihr Wissen und Können rund um die Feuerwehr unter Beweis stellen.

 

Den Kindern und Jugendlichen bot sich aber auch ausreichend Gelegenheit, die Seelen einfach mal baumeln zu lassen oder das zeitweise sommerliche Wetter für Volley- oder Fußball im Außenbereich des Feuerwehrgeländes zu nutzen.

 

Für ein gutes Gelingen leisteten Mitglieder der Barchfelder Wehr und des Feuerwehrvereins durchweg tatkräftige Unterstützung

 

Hochwasserabwehr im Ortsgebiet

 

Tagelange ergiebige Regenfälle ließen in der Gemarkung Barchfeld die Pegel der Werra, der Schweina und der Fischa im Mai 2013 über die Ufer treten. Die FF Barchfeld und die FF Immelborn waren hier insbesondere entlang des Bachlaufs der Schweina innerhalb der Ortslage Barchfeld mit der Hochwasserabwehr (Hochwasserkontrolle, Auslegen von Sandsäcken) sowie dem Auspumpen vollgelaufener Keller im Einsatz.

 

2013.05.27 Hochwasser Schweinabach Spielplatzweg

 

(Die Schweina (Mühlgraben) tritt im Bereich Spielplatzweg über das Ufer,

Foto: privat)

 

Fördermittel für neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF)

 

Am 18. Juni übergab der Thüringer Innenminister Jörg Geibert einen Zuwendungsbescheid des Landes für die Anschaffung eines neuen HLF an Bürgermeister Ralph Groß und den Wehrleiter Swen Scharfenberg. Neben einer weiteren Zuwendung vom Landkreis, übernimmt die Gemeinde den Rest der Finanzierung.

 

Das neue Fahrzeug wird das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF8/6 der Barchfelder Wehr ersetzen. Das HLF bieten neben der feuerwehrtechnischen Beladung für die Brandbekämpfung auch umfangreiche Zusatzbeladung zur technischen Hilfeleistung.

 

Zum Schlachtfest zur Partnerwehr nach Kastellaun

 

Vom 11. bis 13. Oktober 2013 besuchten Barchfelder Kameradinnen und Kameraden Ihre Partnerwehr in Kastellaun/Hunsrück. Das von den dortigen Floriansjüngern ausgerichtete "Schlachtfest" bot sich an, die kameradschaflichen Kontakte weiter zu pflegen.

 

In kulinarischer Hinsicht ließ das im Gerätehaus ausgerichtete Fest wieder keine Wünsche offen: Ob Wellfleisch mit Sauerkraut oder Krommbierewurscht mit Brot, eine Kartoffelwurstspezialität aus dem Hunsruck, die deftigen Gerichte fanden reisenden Absatz bei den zahlreichen Gästen. Wer Süßes bevorzugte, konnte bei einem großen Kuchenbuffet ordentlich zugreifen.

 

Mit vielen Eindrücken im Gepäck kehrten die Barchfelder wieder heim.

 

Neue Feuerwehrsatzung beschlossen

 

Durch die Fusion der beiden Gemeinden Barchfeld und Immelborn zur Gemeinde Barchfeld-Immelborn ergab sich die Notwendigkeit, die bestehenden Satzungen auf die neuen Gemeindestrukturen hin anzupassen.

 

In der Sitzung des Gemeinderates vom 3. September 2013 wurde die neue Feuerwehrsatzung durch die Ratsmitglieder beschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Barchfeld-Immelborn gliedert sich nun in die beiden Ortsteilfeuerwehren Barchfeld und Immelborn auf.

 

Gemeinderat macht Weg frei für neues HLF

 

Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am 29. Oktober 2013 die Anschaffung eines neuen HLF für die Barchfelder Wehr. Das neue Fahrzeug wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2014 ausgeliefert. Es ersetzt das bisher von der Barchfelder Wehr genutzte Löschgruppenfahrzeug LF8/6.

 

Mitglieder der Einsatzabteilungen wählen neue Führungsriege der Wehr

 

Durch das Inkrafttreten der neuen Feuerwehrsatzung wurden Neuwahlen in der Führungsriege der Freiwilligen Feuerwehr notwendig. Am 1. Februar 2014 fand dazu eine gemeinsame Versammlung der Barchfelder und Immelbörner Einsatzabteilungen zur Wahl des Ortsbrandmeisters statt. In weiteren getrennten Wahlversammlungen wählten die Einsatzkräfte die Wehrführer und deren Stellvertreter für die jeweiligen Ortsteilwehren.

 

Durch die anwesenden Einsatzkräfte wurde Swen Scharfenberg für die nächsten 5 Jahre als Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Barchfeld-Immelborn gewählt.

 

Die Barchfelder Wehr wird zukünftig durch Andreas Grobe als Wehrführer und Martin Täger als dessen Stellvertreter geführt. Für die Ortsteilwehr Immelborn wurden Uwe Baumbach als Wehrführer und Christian Hellmann als dessen Stellvertreter gewählt.

 

Der Ortsbrandmeister und die beiden Wehrführer wurden in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 4. Februar 2014 im Haus der Vereine, Ortsteil Immelborn, durch den Bürgermeister Ralph Groß zu Ehrenbeamten auf Zeit ernannt.

 

Aktion "Laufen statt Saufen"

 

An einer Aktion der Kreisjugendfeuerwehr Wartburgkreis, Kreisteil Bad Salzungen, gegen einen unter Jugendlichen weit verbreiteten Internet-Trend mit Alkohol-Wetten nahmen kürzlich auch die beiden Jugendfeuerwehren aus Barchfeld und Immelborn teil. Unter dem Motto "Laufen statt Saufen" setzten sie zusammen mit den Jugendwehren aus Dietlas, Dorndorf und Merkers ein Zeichen gegen Alkoholmißbrauch unter Jugendlichen.

 

Die Aufgabe bestand im gemeinsamen Verlegen einer langen Schlauchleitung. Angefeuert von ihren Betreuern und Zuschauern zeigten die Jugendlichen, dass man als Team erfolgreich eine Aufgabe bewältigen und gemeinsam Spass haben kann, ganz ohne Alkohol.

 

Aktion "Laufen statt Saufen" am 27.04.2014 in Barchfeld, Foto: privat

 

Neues Einsatzfahrzeug für die Barchfelder Wehr ist da

 

Am 11. September 2014 haben Barchfelder Kameraden ihr neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug Typ HLF10/10 bei der Herstellerfirma Albert Ziegler GmbH in Giengen in Empfang nehmen können. Neben der feuerwehrtechnischen Beladung zur Brandbekämpfung besitzt es auch umfangreiche Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung.

 

Das neue Fahrzeug ersetzt das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF8/6 der Barchfelder Wehr.

 

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10/10

(Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 MAN, Foto: privat)

 

Wehr und Verein beteiligen sich an Typisierungsaktion

 

Am Sonntag, den 21. September 2014, fand in der Sport- und Mehrzweckhalle die Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) für die an Blutkrebs erkrankte Ilona Wölkner aus Barchfeld statt. Insgesamt ließen sich an diesem Tag 974 Menschen typisieren.

 

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten über 100 Ehrenamtliche und Freiwillige, viele von Ihnen aus den ortsansässigen Vereinen. Ob beim Sammeln von Geldspenden, der Einweisung und Registrierung der potentiellen Spender, bei der Blutabnahme, der Ausgestaltung des Rahmenprogramms oder der Absicherung der Verpflegung, alle Helfer arbeiteten Hand in Hand.

 

Die beiden Ortsteilfeuerwehren und Feuerwehrvereine unterstützten die Aktion bei der Registrierung der potentiellen Spender und der Absicherung der Verpflegung. Des Weiteren wurden für die Kinder Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto angeboten.

 

Besuch bei der Partnerwehr in Kastellaun

 

Vom 10. bis 11. Oktober 2014 reisten Mitglieder der Barchfelder Einsatzgruppe und Jugendfeuerwehr in den Hunsrück. Anlaß war das Schlachtfest der Partnerwehr aus Kastellaun. Für einen stimmungsvollen Abend sorgten die SIMple-Buam, eine Gaudiband aus dem Hunsrück. Für das leibliche Wohl hatten die Kastellauner Feuerwehrfrauen und -männer auch am Folgetag gut vorgesorgt, schließlich war der Zulauf der Bevölkerung zu dieser Veranstaltung enorm.

 

Feuerwehr- und Familientag mit Fahrzeugübergabe

 

Am 18. Oktober 2014 wurde das neue HLF10 MAN zum Feuerwehr- und Familientag offiziell in Dienst gestellt. Viele Bürger aus der Gemeinde und aus umliegenden Orten, aber auch viele benachbarte Feuerwehren, nutzten die Gelegenheit, das neue Fahrzeug der Barchfelder Wehr zu besichtigen.

 

In ihren Reden ließen Bürgermeister und Wehrführer den Beschaffungsprozess für das Fahrzeug nochmals Revue passieren. Höhepunkt war die anschließende spektakuläre Ausfahrt des Fahrzeugs aus dem Gerätehaus.

 

Im Rahmen einer Einsatzübung mit Gebäudebrand stellte die Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis.

 

Kuchenbuffet, Hüpfburg, Kinderschminken, Fahrten mit dem Feuerwehrauto, Rostbratwurst und Spanferkelbraten luden die Bevölkerung zum Verweilen ein. Gegen Abend spielte die Blaskapelle der FF Breitungen zum Platzkonzert auf.

 

Kauf eines neuen Manschaftstransportwagen (MTW) beschlossen

 

In der Sitzung vom 22. April 2015 hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, einen neuen MTW für die Barchfelder Wehr zu kaufen. Das neue Fahrzeug wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte geliefert. Er ersetzt den bisher von der Wehr genutzten ELW Fiat Ducato, der im Jahr 1999 in Dienst gestellt wurde.

 

Jubiläumsveranstaltung des Barchfelder Triathlonvereins

 

Zum 30. Jubiläum des Werratal-Triathlons hatte der Barchfelder Triathlonverein e.V.wieder zahlreiche Sportler an den Badesee nach Immelborn locken können. Sowohl in der olympischen als auch in der Jedermann-Distanz boten sich den zahlreichen Zuschauern spannende Wettkampszenen.

 

Mitglieder unseres Feuerwehrvereins übernahmen die Absicherung der Radstrecke gegen den übrigen Verkehr. Die Strecke folgte dabei wieder dem Originalverlauf vom Badesee aus nach Immelborn --> Bad Salzungen --> Kloster --> Witzelroda --> Barchfeld zurück zum Badesee.

 

FV 2015.07.26 30.Werratal-Triathlon

 

Osterfeuer nun am Feuerwehrgerätehaus

 

Zum 19. Osterfeuer lud der Feuerwehrverein die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde am 24. März 2016 rund um das Feuerwehrgerätehaus ein. Die bisherige Freifläche neben dem Sportplatz stand aufgrund eines Erweiterungsbaus eines Barchfelder Unternehmens dafür nicht mehr zur Verfügung.

 

Den Auftakt bildete ein Fackelumzug der Kinder, der an der Bushaltestelle am Wendeplatz begann. Mit einer nicht enden wollenden Lichterkette erreichte der Umzug schließlich den Platz vor dem Gerätehaus, wo Feuerschalen und Schwedenfeuer zum Anzünden bereitstanden.

 

Die zahlreichen Besucher konnten bei klarem Nachthimmel und guter Verpflegung in gemülicher Runde den Feuerschein genießen.

 

19. Osterfeuer am Barchfelder Feuerwehrgerätehaus

19. Osterfeuer in Barchfeld, 2016 erstmals am Feuerwehrgerätehaus, Foto: privat

 

25-jähriges Jubiläum des Feuerwehrvereins Barchfeld e.V.

 

Am 23. April 2016 fand die Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Feuerwehrvereins im Gerätehaus Barchfeld statt. Viele Mitglieder und zahlreiche Gäste nahmen an dieser Veranstaltung teil. In seiner Festrede ließ der Vorsitzende die letzten Jahres des Vereinslebens Revue passieren. Die anwesenden Gründungsmitglieder, die zum Teil noch im Vorstand aktiv sind, erhielten in Würdigung ihres Engagements eine Ehrung. Präsente und Grußworte überbrachten die Vertreter der ortsansässigen Vereine.

 

Neue Führung der Freiwilligen Feuerwehr

 

Am 18. Februar 2017 fand die gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Ortsteilfeuerwehren aus Barchfeld und Immelborn im Barchfelder Gerätehaus statt. Da der bisherige Ortsbrandmeister Kamerad Swen Scharfenberg sein Amt zum Jahresende niedergelegt hatte, stand die Wahl zur Neubesetzung dieser Position auf dem Programm.

 

Durch die anwesenden Einsatzkräfte wurde Kamerad René Emmrich als neuer Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Barchfeld-Immelborn gewählt.

 

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 22. Februar 2017 wurde Kamerad René Emmrich durch den Bürgermeister Ralph Groß zum Ortsbrandmeister berufen und zum Ehrenbeamten auf Zeit ernannt.